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22.10.- Fahrt nach Duschanbe

Hier beim Frühstück erzählt mir die (alberne) Koreanerin (, wie Nordost-Asiaten eben so sind), dass sie gerade vom Pamir-Highway kommt und er noch offen und unverschneit ist.

 

Damit hatte ich nicht wirklich gerechnet - eigentlich wollte ich ENTWEDER ein paar Tage Afghanistan ODER den Pamir-Highway machen. Nun stand mir plötzlich doch beides offen.

 

Ich musste mich nun ENTWEDER entscheiden ODER beeilen - ich entschied mich fürs Beeilen! (Schönes Wortspiel, oder?)

Abschied vom schönen weinrebenverhangenen Garten des Gasthauses.
Hier warte ich stundenlang darauf, dass ein Sammeltaxi zur Grenze nach Tadschikistan voll wurde.
Für diese lächerliche Summe Geld nahm mich der Taxifahrer mit.

Unterwegs an einer Tankstelle trafen wir noch diesen "authentischen" Moskwitsch.

 

Als ich dem Fahrer erzählte, dass mein Vater so ein Teil jahrelang fuhr und mich als Kind immer mitnahm, da ...

... liess er mich für ein Foto auch mal ans Steuer. Leider passte ich nicht wirklich hinters Lenkrad.

 

Wie hat mein Vater das immer gemacht? Sollte mir das zu denken geben? Diät?

Das tadschikische Zollformular wurde von dem tadschikischen Mobilanbieter "Beeline" gesponsort. Ich hatte mich schon gewundert, dass es zum ersten Mal da unten brauchbare Formulare gab.

 

Ansonsten war die Grenze eine Katastrophe: erst machen die eine wirklich stundenlange Abendbrotpause, dann fangen die usbekischen Zöllner an sich meine Fotos anzuschauen und wollten sich anschließend mein Laptop anschauen, was da so drauf ist. Da riss mir der Geduldsfaden - es wurde laut! Sehr laut! Was die Abfertigung nicht unbedingt beschleunigte. :-(

 

Auf der tadschikischen Seite grinsten mich die Einheimischen, die unfreiwillig Zeuge der Auseinandersetzung waren,  anerkennend an. :-)

Das Sammel-Taxi dann nach Duschanbe auf tadschikischer Seite. Bezahlt haben wir notgedrungen noch in uzbekischen SOM- hier mal wieder ein Bild, wie sich der Taxifahrer an den lächerlich geringen Geldscheinen "einen Wolf" zählt.
Mein Hotel in Duschanbe (am nächsten Tag aufgenommen). Das linke Gebäude, nicht das rechte. Aber von der Innenausstattung waren die sich ähnlich - meine Frage nach Wasser wurde mit einem Lachen beantwortet, die Zimmer sind alles Gemeinschaftsräume, selbstverständlich wird vor dem Einschlafen noch eine geraucht - oder zwei, ....
Kurz bevor ich nach endlosem Autofahren/ Grenzabfertigen/ Autofahren meine Augen zu mache. Mein Zimmernachbar war am nächsten Tag bereits weg, ich habe mit ihm nie ein Wort gesprochen oder so  - keine Ahnung, wer dieser Kerl war.